Wenn man von der Stadt Massa aufbricht, von der wunderschönen Piazza Aranci, und im Schritttempo voranschreitet, befindet man sich sehr bald inmitten von Natur, Geschichte, Kunst und Traditionen. Die Route mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern verläuft „im Rundkurs”, und entlang ihrer Straßen und Pfade entdeckt man die alten Verbindungswege wieder, die einst für das Auskommen der Bergdörfer und der Bewohner der kleinen Ortschaften rund um die Stadt unverzichtbar waren und die dank des „roten Fadens” des Frigido-Weges wieder miteinander in Berührung kommen.
Der Frigido-Weg hat zum Ziel, größere Möglichkeiten zur wandernden Erkundung eines Gebiets zu schaffen, das reich an Naturschönheiten ist, und zugleich die Entwicklung eines langsamen und nachhaltigen Tourismus zu fördern, indem das Wandern als Mittel wiederentdeckt wird, den Kontakt zur Natur und zum weit verbreiteten Erbe, das unser ganzes Land prägt, zurückzugewinnen. Ein Projekt, das dazu einlädt, das Gebiet in vollen Zügen zu erleben, sowohl für die Einheimischen als auch für Touristen und Besucher, ob sie nun Liebhaber des „Wanderns” sind oder nicht.
Der Rundweg gliedert sich in sieben Etappen, die je nach eigenen Bedürfnissen und Wünschen leicht angepasst werden können. Für die richtige Vorbereitung auf den Weg besuche den Abschnitt des „Vademecum des Wanderers” sowie die den verschiedenen Etappen gewidmeten Seiten, auf denen die ausführliche Beschreibung der Strecken mit interaktiven Karten zu finden ist.
Der Weg verdankt seinen Namen der Gestalt der Gottheit des Flusses Frigido, deren Kopf vom Carrareser Künstler Pietro Fontana gemeißelt wurde und die wir heute auf der Viale Trieste bewundern können, am Ende der Brücke, die die Via della Foce mit dem Zentrum der Stadt Massa verbindet. Der Frigido, ein Fluss, der hinter dem Gebäude der alten Spinnerei von Forno entspringt, einem kleinen Dorf wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, war ein grundlegendes Element für die Entstehung und Entwicklung der Gemeinschaften, die sein Tal säumen.
Der Maskaron verbindet zudem ideell den Frigido-Weg mit dem Aronte-Weg. Carlo Fontana meißelte nämlich auch den Kopf der Gottheit des Flusses Carrione, jenes Wasserlaufs, in dessen Nähe sich ursprünglich die Gemeinschaft von Carrara entwickelte. Der Fluss Carrione ist auch der stille Protagonist der Legende von der Sirene und dem Haruspex Aruns, auf deren Grundlage Name und Symbol des Aronte-Weges gewählt wurden.
Die Maskarone, Personifikationen der beiden Flüsse Carrione und Frigido, wurden als Schlusssteine in den Bögen jener Brücke angebracht, die Massa mit der Via Friedland (heute Via della Foce) verband, über die man die „Schwesterstadt” Carrara erreichen konnte. Die Brücke wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört, und nur die Skulptur von Pietro Fontana, die dem Fluss von Massa gewidmet ist, blieb erhalten – ein Zeugnis der antiken Architektur und der Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften.
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